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18. August 2011

Sehen in 3D

Schweiß perlt auf der Stirn, Autos hupen, ein Passant fuchtelt mit den Händen. Beim Einparken steigt oft Stresspegel. Dabei ist das visuelle System bestens geeignet, den Abstand zum Sportwagen hinter uns und zum Betonpoller vor uns einzuschätzen.

Unsere Umgebung ist dreidimensional und unser Wahrnehmungsapparat hat sich offenkundig darauf eingestellt. Man greift nach dem Telefonhörer links auf dem Schreibtisch – und erwischt ihn. Man wirft den zerknüllten Zettel Richtung Papierkorb – und trifft, sofern man nicht Michael Jordan heißt, zwar keineswegs immer. Doch meterweit daneben geht der Schuss fast nie. Was selbstverständlich erscheint, wird umso erstaunlicher, wenn man weiß, dass Telefonhörer und Papierkorb auf der Netzhaut ein zweidimensionales Bild erzeugen. Und das gilt für alles, was wir betrachten. Doch obwohl ihr Abbild im Auge flächig ist, nehmen wir die Welt in drei Dimensionen wahr. Wie das?

Dass wir den Raum dreidimensional erleben, verdanken wir komplexen Berechnungen des Gehirns – und dem Aufbau der Retina.
Dass wir den Raum dreidimensional erleben, verdanken wir komplexen Berechnungen des Gehirns – und dem Aufbau der Retina.

Um der räumlichen Anordnung der Dinge auf die Spur zu kommen, wertet das visuelle System verschiedene Informationen aus. Schatten, Überlagerungen fließen in die Berechnungen ebenso ein wie Erfahrungswerte über die Größe eines Objekts. Den Hauptanteil an unserer Fähigkeit zum dreidimensionalen Sehen hat aber auf kurze bis mittlere Entfernungen die Tatsache, dass wir zwei Augen besitzen, deren Eintrittsöffnungen – die Pupillen – etwa sechs bis sieben Zentimeter auseinander liegen. Schauen beide Augen auf ein und denselben Gegenstand, tun sie das deshalb immer aus einem leicht unterschiedlichen Winkel. Das heißt, auf die Netzhaut des linken Auges fällt ein etwas anderes Bild als auf die Netzhaut des rechten Auges. Das lässt sich leicht prüfen, indem man den Daumen mit ausgestrecktem Arm direkt vor der Nase hochhält und dahinter einen Punkt fixiert, sagen wir die Ecke des Monitors. Kneift man jetzt nun abwechselnd das linke und das rechte Auge zu, scheint der Daumen hin und her zu springen – in Relation zum Fixationspunkt. Der wird in der Netzhaut des linken und der des rechten Auges auf korrespondierenden Stellen abgebildet. 
Die Bilder von näher gelegenen Objekten wie dem Daumen in unserem Selbstversuch sind gegenüber diesen korrespondierenden Netzhautstellen versetzt. Aus der so genannten retinalen Disparität, das heißt dem seitlichen Versatz und dem Unterschied der Abbilder eines Objekts auf den beiden Netzhäuten, entschlüsselt das Gehirn die räumliche Tiefe. Dabei gilt: Je näher Fixationsebene und Gegenstand zusammen liegen, desto geringer die Differenzen. Wenn man Beim Einparken also den Sportwagen fixiert und der Daumen kaum noch hin und her springt, ist es höchste Zeit zu bremsen.

Doppeltsehen mit und ohne Alkohol

Schon im 19. Jahrhundert erkannte der englische Physiker Charles Wheatstone (1802 bis 1875), dass das Gehirn aus zwei flächigen Abbildern der Umwelt von den beiden Augen ein dreidimensionales Gesamtbild zusammenbaut. Er prägte dafür den Begriff des stereoskopischen Sehens und erfand das erste Stereoskop, den Urgroßvater des 3D-Kinos.
  • Obwohl Bilder auf unserer Netzhaut zweidimensional ankommen, haben wir einen guten Blick für drei Dimensionen. Dies liegt an den zusätzlichen Auswertungen von Informationen, die das visuelle System vornimmt – etwa Schatten, Überlagerungen und Erfahrungswerte über Größen.
  • Zusätzlich errechnet der visuelle Cortex im Gehirn aus dem unterschiedlichen Sichtwinkel beider Augen auf ein Objekt, der retinalen Disparität, dessen Position im Raum.
  • Weitere Hinweise zur Tiefe des Raumes erhält das Gehirn über die Position der Augäpfel beim Fixieren eines Punktes sowie durch das stereoskopische Sehen, also die Tatsache, dass im Gehirn die zwei Bilder aus den Augen zu einem zusammen gefügt werden.
Der Ort, an dem aus den zwei verschiedenen Bildern ein ganzes wird, ist der visuelle Cortex. Dieser auch Sehrinde genannte Teil des Großhirns erstreckt sich in etwa vom Pferdeschwanz bis zu den Ohren. Dort werden die verschiedenen Aspekte eines Seheindrucks von spezialisierten Nervenzellen entschlüsselt: Farbe, Konturen, Helligkeit, Bewegung ebenso wie räumliche Anordnung und Ausdehnung von Objekten. Die für letzteres zuständigen Neuronen erhalten Input von der linken und der rechten Netzhaut und errechnen aus den Unterschieden, der retinalen Disparität, Informationen über die Entfernung.
So wichtig es für unsere räumliche Wahrnehmung ist, dass die Augen zwei Abbilder der Außenwelt liefern, so lästig wäre es, beide auch getrennt zu erblicken. Denn dann wurden wir alles doppelt sehen. Deshalb werden die beiden Bilder in der Sehrinde fusioniert, zu einem einzigen Gesamtbild. Wie dieses aus zwei mach eins funktioniert, ist noch unklar. Aber es funktioniert und lässt uns sehen, als wären wir ein Zyklop mit nur einem Auge in der Mitte. Meistens jedenfalls. Manchmal gießen aber plötzlich zwei Barmänner Drinks ein und zwei südländische Schönheiten rekeln sich synchron an der Theke. Dann hat man zu tief ins Glas geschaut. Denn viel Alkohol bringt die vom Kleinhirn gesteuerte Koordination der Augenbewegungen so durcheinander, dass das Gehirn die Bilder der beiden Augen nicht mehr vereinen kann.

Gezielt Schielen

Wie sich unsere Augen bewegen, spielt auch eine Rolle bei den okulomotorischen Tiefenhinweisreizen. Dabei gewinnt das Gehirn aus den Bewegungen der Augen Informationen über die räumliche Tiefe. Allerdings geht das nur auf kurzen Distanzen, also etwa wenn wir unseren Beifahrer anschauen, während er sich zu uns rüber beugt. Je näher er uns kommt, desto stärker drehen sich unsere Augen zu unserer Nase hin, um ihn zu fixieren. Gleichzeit spannen sich im Auge die Ziliarmuskeln an stärker an, um das Bild scharf zu stellen, zu akkommodieren, wie man sagt. An der Konvergenz, also wie stark wir schielen, und der Anspannung der Muskeln, erkennt das Gehirn, wie nah uns unser Beifahrer ist. Ob dieser relativ ungenaue Mechanismus überhaupt zum räumlichen Sehen beiträgt und wenn ja in welchem Ausmaß, ist bei Wissenschaftlern umstritten. „Es würde mich jedoch wundern, wenn das Gehirn Information, die ihm unmittelbar zur Verfügung steht, nicht nutzt“, meint der Biopsychologe Professor Onur Güntürkün von der Ruhr-Universität Bochum.

Tiefe erkennen mit nur einem Auge

Konvergenz und stereoskopisches Sehen sind binokulare Tiefenhinweisreize: Um sie zu nutzen, braucht man zwei intakte Augen. Doch obwohl er seit der Jugend nur auf einem Auge sieht, erzielte der ehemalige Fußball-Nationalspieler Wilfried Hannes 62 Tore in der Bundesliga. „Entfernungen waren schon schwieriger einzuschätzen.“, bestätigt Hannes. Dass er den Ball trotzdem ins Tor zirkelte, liegt daran, dass sogenannte monokulare Hinweise dem Gehirn helfen, mit nur einem Auge Tiefe zu erkennen.
Wenn der Gegenspieler den Torwart verdeckt, steht der Gegner dichter vor einem. Das weiß nicht nur Winfried Hannes aus Erfahrung. Diesen Tiefenhinweis der Interposition nutzt das Gehirn. Auch die Schatten des Mitspielers und Gegenspielers verraten etwas über deren Position und Entfernung. Ebenso zeigen Muster Tiefe an: Grashalme in der anderen Spielfeldhälfte wirken dichter beieinander als direkt vor einem. Wer im Fußballtor steht, kann den Hinweis der linearen Perspektive erkennen. Die parallelen Tribünen und Spielfeldränder scheinen sich in der Ferne anzunähern. Pass, Flanke, Schuss, Tor. Durch die schnellen Bewegungen beim Fußball kommt noch ein weiterer Tiefenhinweis ins Spiel, die Bewegungsparalaxe: Wenn Hannes zum Tor dribbelt, bewegen sich nähere Mitspieler schneller über seine Netzhäute.
Monokulare, binokulare und okulomotorische Tiefenhinweise prasseln gleichzeitig auf uns ein. Je mehr Hinweise, desto besser können wir Entfernungen schätzen. Wie ein Detektiv addiert das Gehirn die Indizien auf und untermauert so einen räumlichen Eindruck. Bilder mit widersprüchlichen Kombinationen von Tiefenhinweisen wie das berühmte Treppenbild von M.C. Escher bringen unsere räumliche Orientierung daher ins Schleudern. In der Realität vertraut das Gehirn im Zweifel dann den Informationen, die das stereoskopische Sehen liefert.

Wahre Größe erkennen

Eng verknüpft mit der Tiefenwahrnehmung ist die Größenwahrnehmung. Tur-Tur, der Scheinriese aus dem Kinderbuch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, wirkt immer riesiger, je weiter er sich entfernt. In der Wirklichkeit ist es genau anders herum: Wenn eine Person sich von uns entfernt, schrumpft ihr Abbild auf unserer Netzhaut. Dennoch nehmen wir sie nicht als Scheinzwerg wahr. Dieses Phänomen, die Größenkonstanz, hängt eng mit der Tiefenwahrnehmung zusammen. Je weiter ein Objekt weg ist, desto kleiner ist sein Abbild auf der Netzhaut. Wie ein Landvermesser entschlüsselt das Gehirn aus der Distanz und der Größe des Abbildes die reale Größe und verhindert, dass bei jedem Schritt alle Eichen, Menschen oder Sportwagen um uns herum wachsen oder schrumpfen.
Wenn unser Gehirn Größen schätzt, lässt es sich außer von der Distanz auch von Gewohnheit und Relationen lenken. Der Basketballer Dirk Nowitzki erscheint trotz seiner 2,13m beim Basketballspiel nicht besonders groß. Was daran liegt, dass er von anderen ähnlich großen Spielern umgeben ist, die uns als der Maßstab gelten, an dem wir uns in dieser Situation orientieren. Erst wenn sich ein Fan mit normalen Durchschnittsmaßen neben ihn stellt, realisieren wir, wie riesig der Star der Dallas Mavericks tatsächlich ist.


Darstellung einer Ponzo-Illusion, bei welcher der rechte Balken durch die zusammenlaufenden Linien größer wirkt, obwohl er genauso groß ist wie der andere Balken.
Darstellung einer Ponzo-Illusion, bei welcher der rechte Balken durch die zusammenlaufenden Linien größer wirkt, obwohl er genauso groß ist wie der andere Balken.
Riesenmond und andere Täuschungen

Wenn wir ein Objekt fälschlich als weiter entfernt einschätzen, wirkt es größer. Das illustriert eindrucksvoll die Ponzo-Illusion (siehe Bild), benannt nach dem italienischen Psychologen Mario Ponzo (1882 bis 1960). Die beiden Balken sind tatsächlich gleich groß. Doch der rechte wirkt durch die zusammenlaufenden Linien, die wir aus der Realität als Hinweis für zunehmende Distanz kennen, weiter weg und dadurch größer. Wissenschaftler vermuten, dass sich so auch die Mondtäuschung erklären lässt. Wenn der  Mond hoch oben am Nachthimmel steht, wirkt er wie ein Tennisball, nah am Horizont dagegen riesig. Das Bild des Mondes auf unserer Netzhaut ist jedoch gleich groß. Wenn wir zum Horizont blicken, schweift unser Blick vorbei an Häusern, Feldern, Kühen. Wenn wir dagegen in den Himmel schauen, blicken wir durch leeren Raum ohne Tiefeninformation. Daher scheint der Mond am Horizont weiter entfernt und unser Gehirn schlussfolgert, dass er riesig sein muss.
Es gibt einen ganze Reihe optischer Illusionen wie die von Mario Ponzo, die demonstrieren, dass die räumliche Wahrnehmung durchaus trügerisch sein kann. Die meisten funktionieren aber nur auf dem Bildschirm oder dem Papier, das heißt, wenn die dritte Dimension fehlt. Die ist in der realen Welt aber vorhanden, und deshalb lässt sich das Gehirn dort, vom Mond mal abgesehen, nur selten düpieren. „Täuschungen kommen vor allem dann vor, wenn das Gehirn wenig Information hat. In der dritten Dimension sind die Effekte daher immer kleiner“, erklärt der Kognitionspsychologe Professor Rainer Guski von der Ruhr-Universität Bochum. Man kann als guten Gewissens beim Einparken entspannt bleiben, denn im Kopf sitzt ein höchst kompetenter Landvermesser. Nur hinschauen sollte man.

Quelle und Bild:
http://dasgehirn.info/

29. Juni 2011

Pic3D Folie macht Displays von iPhone und Co. zum 3D Display ohne Brille

Pic3D Folie macht Display zum 3D Display
Pic3D Folie macht Display zum 3D Display
iPhone, Tablet PCs und PC Monitore können mit der Pic3D Folie zu 3D Displays gemacht werden. Obwohl es bereits einige dieser Folien am Markt gibt, bietet die neue Pic3D Folie Neuerungen, wie eine verbesserte Lichtdurchlässigkeit von bis zu 90%  und einen ebenfalls verbesserten Blickwinkel von 120 Grad. So können in Zukunft iPhone, LCD-Computer Monitore oder Tablet PCs die es bereits zu kaufen gibt nur durch Aufbringen der Pic3D Folie, zu Geräten mit einem brillenfreien 3D-Display umfunktioniert werden. Eine weitere brillenfreie Technologie ist die HR3D Technologie des MIT Media.

Vorstellung der Pic3D Folie im YouTube Video



Verschiedene Größen über die Webseite des Herstellers bestellbar

Die Folien sollen beispielsweise in den Größen 12,1 Zoll, 21,5 Zoll und 23 Zoll angeboten werden. Ebenso will man Folien Anbieten die von den Größen her für iPad, iPhone und iPod Touch geeignet sind. Neben den Folien werden auch Applikationen angeboten, die zu den Betriebssystem Windows und iOS kompatibel sind. Die Folien sollen ab Anfang August zunächst nur über die Webseite des Herstellers vertrieben werden. Zu einem Preis von 2.000 Yen (circa 17,17 Euro) für die iPhone Folie sowie 15.000 Yen (128,79 Euro) für die 23 Zoll Folie sollen die Folien über die Hersteller Webseite bestellbar sein. Sollten die versprechen für die Pic3D Folie zutreffen, könnten sich die Folien zu einem Trend für die Zukunft entwickeln.

9. Mai 2011

Sony HDR-TD10 3D-Kamera


Hält man die Kamera das erste Mal in der Hand, ist eine „bullige Anmutung“ noch freundlich ausgedrückt. Die zwei Optiken fordern eben ihr räumliches Tribut, wobei die Kamera noch durchaus halt- und handlebar bleibt.


Da sich wackelige Aufnahmen aus der Hand jedoch in 3D noch schlechter machen als in 2D ist für ansehnliche Ergebnisse sowieso ein Stativ fast unabdingbar. Die Kamera besitzt einen automatischen Objektiv-Klappenschutz, aber leider keine Ringe für Filteraufsätze, was jedoch schon prinzipbedingt schwer zu realisieren wäre. Wer mit die Kamera tatsächlich auch für einen professionellen Einsatz in Erwägung zieht, muss also wichtige Filter (z.B. ND, POL) über ein Kompendium realisieren.



2D



Die Technik hinter der TD10 könnte für das Geld fast als reine 2D-Kamera durchgehen. Zumindest ähneln die technischen Daten im 2D-Modus bereits einer gehobenen Sony Consumer-Kamera der 1.000 Euro Klasse. Das betrifft sowohl die Bildqualität als auch teilweise die Einstellmöglichkeiten, denn es gibt sogar einen manuellen Shutter. Der ausklappbare Bildschirm der TD10 ist dabei mit 3,5 Zoll sogar noch größer ausgefallen, als bei den aktuellen 2D-Top-Modellen (CX690, CX700) mit 3,0 Zoll, was das Touchdisplay noch besser bedienbar macht. Dafür reagiert das Menü im Gegenzug insgesamt etwas träger. Das Menü ist übrigens wie bei allen 2011 Modellen von der NEX übernommen und wirkt mit seinen bunten Icons für ambitionierte Anwender etwas verspielt.

Einstellhilfen wie Expanded Fokus oder Zebra (die ja nun mit der HDR-CX700 zur Verfügung stehen), wurden in der TD10 nicht freigeschaltet. Auch Möglichkeiten zur manuellen Veränderung der Bildcharakteristik fehlen komplett und die Tonaussteuerung beschränkt sich auf 2 Zustände. Dafür funktioniert der Touchfokus sehr zuverlässig unter Beibehaltung von anderen manuellen Einstellungen. In diesem Bereich muss Panasonic nach wie vor passen. Dafür ist die grundsätzliche Einstellung der Kamera teilweise etwas umständlich. Man kann praktisch alle wichtigen Werte nur in der zweiten Menüebene einstellen. Alternativ gibt es natürlich noch das Drehrädchen am Objektiv, das jedoch durch seine Vielfachbelegung ebenfalls nichts für Filmer mit wenig Geduld ist.




3D



Doch all das kennt man ja schon von Sonys anderen 2D-Modellen und die meisten Anwender dürften ja in erster Linie wegen dem 3D-Modus zur TD10 greifen und auch am häufigsten in diesem Modus filmen. Hier stellen sich die genannten Probleme gar nicht, weil es schlicht noch weitaus weniger Kontrolle als im 2D-Modus gibt. Exakter gesagt kann man im 3D-Modus nur den Fokus und eine Belichtungskorrektur einstellen. Nicht verfügbar sind dagegen WeißabgleichWeißabgleich im Glossar erklärt, Touch-Fokus, BlendeBlende im Glossar erklärt und Verschlusszeit. Wer hier Kontrolle wünscht, muss also weiterhin zu einer Bastellösung aus zwei Kameras greifen (oder warten, was die JVC GS-TD1 hier bieten wird).

Doch gegenüber einer Doppel-Kamera-Lösung weist die TD10 auch zwei große Vorteile auf:

1.Der ZoomZoom im Glossar erklärt bleibt im 3D-Modus einsetzbar und kann sogar während der Aufnahme benutzt werden.

2.Die 3D-Aufzeichung erfolgt in einem File. Syncho-Probleme wie nachträgliches Zusammenrechnen sowie sonstige Abgleichskorrekturen entfallen somit vollständig.

Der maximale Weitwinkel ist im 3D-Modus ebenfalls etwas eingeschränkt (ca. 35mm vs. 29,8mm), was jedoch für eine 3D-Consumer-Kamera immer noch ein sehr guter Wert ist.




Aufzeichnungsformat MVC



Beim Aufzeichnungsformat ist Sony dabei sehr zeitgemäß, bzw. seiner Zeit sogar etwas voraus: Aufgezeichnet wird entweder in 2D mit bis zu 28 Mbit bei 50p, oder in 3D mit 50i. Hierbei beträgt die DatenrateDatenrate im Glossar erklärt ebenfalls ca. 28 Mbit. Dabei werden offensichtlich zwei Ströme in einen MTS-Container geschrieben, wobei der der Strom des linken Auges mit 17 Mbit aufgezeichnet wird und der des rechten Auges mit 11 Mbit dazugepackt wird. Schnittprogramme die dieses MVC 3D nicht (er)kennen, sehen nur einen 2D Strom des linken Auges mit 17 Mbit und können diesen so problemlos als AVCHD-File importieren. Wir haben mit der Veröffentlichung dieses Tests noch darauf gewartet, dass ein Schnittprogramm die MVC 3D Informationen aus dem Strom lesen bzw. wiedergeben konnte. Und das gelingt auch tatsächlich mit dem neuen Sony Vegas 10.0d. Während die Vorgängerversion die Files nur als 2D-AVCHD-Strom interpretierte, landen die gleichen MTS-Files in der neuen Version als 3D-Clips in der Timeline. Das anschließende Editing kann dann tatsächlich problemlos in 3D erfolgen. Auch die neuen, integrierten 3D-Effekte lassen sich direkt auf die Clips anwenden und die PreviewPreview im Glossar erklärt ist ebenfalls in diversen Formaten möglich. Doch das wird noch Thema eines separaten Artikels. Die Version 1.7.0 des beliebten Stereoscopic Player sollte zwar laut Feature-Liste ebenfalls MVC wiedergeben können, jedoch wollte uns dies mit einem Nvidia 3D-Vision Set nicht gelingen. Der Player erkannte zwar bereits den MTS-Stream als 3D, jedoch splittete er ihn nur mit Bildfehlern für die Brille auf. Dabei kam es auch immer wieder zu Konflikten mit den zugehörigen Direct Show Filtern. Andere Softwarepakete, die MVC direkt unterstützen sind uns noch nicht bekannt. Hier muss wohl noch etwas Zeit vergehen, bis die Software-Hersteller in die Gänge kommen (sofern sie denn überhaupt wollen).




Praxis



Gegenüber Panasonics Consumer-3D-Lösungen muss man an der Kamera auf den ersten Blick keine manuelle Optikeinrichtung vornehmen. Auf einen zweiten Blick lässt sich die digitale KonvergenzKonvergenz im Glossar erklärt der beiden Optiksysteme jedoch horizontal verschieben, um den Tiefeneindruck der Aufnahme zu steuern. Eine Automatik kann auch versuchen, den optimalen Abstand zu ermitteln. Die Linsen selbst werden dabei jedoch nicht bewegt, sondern nur der horizontale, digitale Versatz beider Aufzeichnungen. Dies erklärt auch, warum der Weitwinkel im 3D-Modus etwas geringer wird. Wahrscheinlich wird hierfür einfach die ausgelesene Sensorfläche etwas verringert. Der ausgelesene Auschnitt und dessen horizontale Lage auf dem Sensor bestimmen dann die Konvergenz.

Die 31mm Objektivabstand sind natürlich auf den ersten Blick nicht gerade üppig. Weiter entfernte Objekte pusht man eben mal durch diese digitale Korrektur (was auch die Automatik versucht) in der Tiefenebene. Dies funktioniert für das menschliche Gehirn eigentlich auch ganz gut, auch wenn Objekte dadurch etwas flächiger wirken, weil die einzelnen Objekte eben „weniger seitlich“ aufgenommen und die frontalen Objekt-Ansichten für beide Bildkanäle dadurch sehr ähnlich sind. Das ganze funktioniert jedoch nicht mehr, sobald sich gleichzeitig Objekte sehr nahe am Objektiv befinden. Diese sind dann im Bildversatz so stark auseinandergedriftet, dass das Hirn kein Gesamtbild mehr aus beiden Eindrücken errechnet. Dies erkennt übrigens auch die Automatik. Filmt man beispielsweise aus einem Fenster, so stoppt die Automatik, sobald am Rande auch der Fensterrahmen ins Bild kommt. Eben aus genau dem angeführten Grund. Und das ist ja auch im Sinne einer guten stereoskopischen Bildkomposition.

Das integrierte, autostereoskopische 3D-Display macht teilweise richtig Laune. Dank seiner exzellenten Schärfe sieht man wirklich ohne zusätzliche Brille die eigenen Aufnahmen in 3D. Auch während der Aufzeichnung ist eine 3D-Vorschau vorhanden. Leider gelang es uns nicht, alle Display-Informationen beim 3D-Filmen auszublenden. Diese können jedoch bei der Vorschau nerven, weil der 3D-Eindruck von Objekten schnell verloren geht, sobald sie beispielsweise von einer Audio-Pegel-Anzeige teilweise überlagert werden.

Analysiert man das Material im 2D-Modus, so fallen gelegentliche, leichte ArtefakteArtefakte im Glossar erklärt auf, die wohl auf die 17Mbit-Kompression zurückzuführen sind. Bei echter 3D-Ansicht sind diese nicht mehr erkennbar. Eine Erklärung: Das Gehirn dürfte wohl Bildfehler, die nicht parallel auf beiden Bildseiten entstehen quasi weg interpolieren. Einen ähnlichen Effekt gibt es ja auch bei der Schärfe. Der subjektive 3D-Eindruck der Aufnahmen ist jedenfalls erstaunlich gut.

Fotos können übrigens nicht in 3D erstellt werden, was uns doch etwas verwundert. Denn so könnte die Kamera für viele Anwender einen netten Zusatz-Nutzen bieten. Richtig interessant könnte nun der professionelle Ableger dieser Kamera werden (HXR-NX3D1P). Vielleicht spendiert hier Sony ja noch ein paar manuelle Funktionen mehr aus dem Firmware-Baukasten.




Fazit



Der Qualitätssprung gegenüber den Aufnahmen einer SDT-750 von Panasonic ist im direkten Vergleich offensichtlich. Die höhere Auflösung ist definitiv sichtbar und stellt in dieser Preisklasse ein echtes Novum dar. Allerdings ist der Straßenpreis der Panasonic mittlerweile stark gefallen, weshalb hier ein Vergleich unter Sicht der Listenpreise nicht ganz fair ist. Auf jeden Fall ist mit der HDR-TD10 erstmals eine bezahlbare HD-3D-Kamera erhältlich ist, die schon in vielen Bereichen überzeugen kann, jedoch nur wenig manuelle Einstellmöglichkeiten bietet. Wer jedoch wirklich professionelle 3D-Aufnahmen erstellen will und dabei auch noch die volle Bild-Kontrolle behalten will, dürfte mit einer Bastel-Rig-2-Kamera Lösung nach wie vor besser fahren. Diese ist in der Nachbearbeitung jedoch auch weitaus aufwändiger.

http://www.slashcam.de

6. Mai 2011

HR3D – neue 3D Technologie ohne Brille des MIT-Media

HR3D Technologie des MIT-Media Lab
HR3D Technologie des MIT-Media Lab

Ingenieure des MIT-Media Lab haben eine neuartige 3D Technologie entwickelt und vorgestellt. Die Technologie wird als HR3D (High-Rank 3D) bezeichnet. Mit dieser Technologie soll nicht nur die zum Teil sehr teure 3D Brille hinfällig werden. Weiterhin sollen dank der neuen HR3D Technologie die Helligkeitsverluste die bei bisher üblichen 3D Geräten die ohne Brille genutzt werden können, wegfallen. Bei dieser revolutionären Art der Darstellung von 3D Videos sollen weiterhin die Auflösung nicht beeinträchtigt werden. Zu den weiteren Highlights dieser 3D Technologie ohne Brille gehört, dass die Betrachtungswinkel deutlich besser ausfallen sollen. Ebenso spricht man seitens dem MIT-Media Lab davon, das aufgrund der neuen Technologie die Lebensdauer der verwendeten Batterien im Vergleich zur bisherigen Technologie besser ausfallen soll. Eine solche Technologie könnte auch für die 3D Fernseher  ohne Brille einige Verbesserungen bringen.

Die zwei folgenden Videos zeigen deutlich den Unterschied zwischen der herkömmlichen brillenfreien 3D Wiedergabe und den neuen HR3D Technologie:


bisherige Darstellung ohne 3D Brille


HR3D Darstellung ohne 3D Brille

Bei der HR3D Technologie ohne Brille nutzt man eine ähnliche Technologie wie Nintendo 3DS

Um diese Ergebnisse zu erreichen, nutzt die HR3D Technologie zwei Schichten eines Displays um die Illusion von Tiefe darzustellen. Während auf der einen Schicht ein Bild dargestellt wird, stellt das zweite Display, welches über dem Ersten angeordnet ist,ein variables Muster, das auf dem ersten Bild basiert dar. Damit wird erreicht, dass beide Augen des Menschen unterschiedliche Bilder wahrnehmen. Beim Nintendo 3DS wird ein ähnliches Prinzip genutzt, um eine 3D Darstellung auch ohne Brille zu ermöglichen. Allerdings weicht die beim Nintendo 3DS verwendete Technologie insoweit von der des MIT-Media Lab ab, als das hier ein Parallax-Barriere Display statt zwei übereinanderliegenden Displays verwendet wird. Die beim Nintendo 3DS verwendet Technologie eignet sich übrigens nicht für die Augen von Kindern unter sechs Jahren.

HR3D Technologie ohne Brille mit Zukunftspotenzial

Bislang steht noch nicht fest ob und wann diese Technologie auf den Markt kommen wird. Aber eines sollte man als sicher ansehen, die HR3D Technologie ohne Brille wäre ein absoluter Trend für die Zukunft der 3D Technologien ohne Brille. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Beitrag über die Zukunft des 3D Fernsehens.
Eine ausführliche Dokumentation, zu der vom MIT-Media Lab entwickelten Technologie, findet sich auf der MIT-Media Webseite.

Quelle & Bild:  

3. Februar 2011

Absatz von 3D-Fernsehern übertrifft Erwartungen

philips ifa full hd 3d cinema 21-9 platinum series
Die CE-Branche ist im Jahr 2010 noch erfolgreicher in den 3D-Zukunft gestartet, als es die Prognosen der Marktforscher erwarten ließen: Nach den jüngsten Marktdaten der gfu – Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik mbH, Frankfurt, wurden bis zum Jahresende 2010 178.000 3D-tüchtige Fernsehgeräte in Deutschland verkauft.

“Wir sind mit diesem Ergebnis außerordentlich zufrieden“, kommentiert Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, die rasche Marktakzeptanz. „3D begeistert das Publikum. Schon die IFA 2010 hat dies deutlich gezeigt. Jetzt bestätigen auch die zählbaren Fakten den Trend.

Erst im Juni 2010 hat die Markteinführung von 3D-Geräten in größerem Umfang begonnen. Und schon wenig später lagen die monatlichen Absatzzahlen regelmäßig mehr als fünfmal so hoch wie die Verkäufe von HD-ready-Geräten im Jahr 2004, als die HD-Technik in Deutschland an den Start ging. Bemerkenswert hoch erscheinen die Absatzzahlen von 3D-tüchtigen Fernsehgeräten auch deshalb, weil die 3D-Ausstattung bisher ausschließlich den höherwertigen Modellen mit über 100 Zentimeter großen Bildschirmen vorbehalten ist.

In den kommenden Monaten wird die 3D-Technik auch in Geräteklassen mit kleineren Bildschirmen Einzug halten. Damit schafft die Industrie die Basis für eine noch schnellere Entwicklung des 3D-Markts. Zudem werden Weiterentwicklungen der 3D-Brille dafür sorgen, dass auch die Nachfrage nach diesem unverzichtbaren Accessoire rasch steigen wird: Die jüngsten Modelle sind besonders leicht und bieten immer mehr Tragekomfort. Darüber hinaus engagiert sich die Industrie in Initiativen zur Standardisierung von 3D-Brillen. So dürfte sich der Markt in absehbarer Zeit auch für Modelle von Drittanbietern öffnen. 3D-Fans können dann mit einer noch größeren Angebotsvielfalt und besonders attraktiven Preisen rechnen.

Darüber hinaus zeichnet sich ein rasch wachsender Markt an 3D-Bildquellen ab. Schon jetzt sind nahezu alle neuen Blu-ray-Player 3D-tauglich. Führende Hersteller haben zu Beginn des neuen Jahres eine breite Palette an 3D-tauglichen Camcordern und Foto-Kameras angekündigt. Und für das ganz große private 3D-Kino gibt es bereits eine wachsende Zahl an Projektoren, die spektakuläre dreidimensionale Bilder mit voller HD-Auflösung auf die Leinwand werfen. „3D-Bilder werden in der Welt der elektronischen Medien ihren festen Platz erobern“, fasst Rainer Hecker die Erfahrungen der letzten Monate zusammen. „Der CE-Industrie ist im vergangenen Jahr ein sehr guter Start in diese Richtung gelungen.“

Quelle:
http://www.thebluewig.de/

4. Januar 2011

3D-Filme…Technik der Zukunft oder nur momentaner Hype?

3D Technik – nur momentaner Hype?

Es gibt einen neuen Trend in der Filmindustrie, an dem im Moment kein Weg vorbei führt….so scheint es zumindest. Die Rede ist von Filmen, die in 3D-Technik ihren Siegeszug auf die Leinwand und mittlerweile sogar in die heimischen Wohnzimmer gefunden haben. Doch ist dieser Trend wirklich neu?

Die Anfänge sind fast so alt wie der Film selbst…

Die Möglichkeit, Filme in räumlicher Darstellung zu zeigen ist fast so alt, wie der Film selbst. Schon früh kamen Filmemacher auf die Idee, durch den Einsatz von mehreren Kameras einen räumlichen Effekt zu erzielen. Sogar die Brüder Lumière experimentierten in der Anfangszeit um die Jahrhundertwende mit der 3D-Technik. Damals noch weitestgehend unbeachtet, kam 1922 der erste Film auf die Leinwand, der in der dreidimensionalen zu sehen war. Gedreht wurde der Film in der Rot-Grün-Technik, die lange Zeit auch weiterhin angewandt wurde.
Vielen von uns dürften die ulkigen Brillen mit der roten und grünen Folie noch in Erinnerung sein, mit denen wir teilweise in unserer Kindheit erste Erfahrungen mit der neuen Räumlichkeit sammeln durften.
In den 50er Jahren entstand ein regelrechter Hype um die 3D-Filme. Kein Kino, in dem nicht ein Film dieser Art zu sehen war. Wer kennt nicht die Szene aus „Zurück in die Zukunft“, in der die Protagonisten in den 50er Jahren mit exakt diesen Brillen unterwegs waren…

Und wo liegt nun der Unterschied in der aktuell genutzten Technik ??

Heute ist die Technik natürlich ausgereifter und wesentlich plastischer . Die rot-grünen Brillen mussten hochmodernen Polarisations-Brillen weichen. Selbst Infrarot-Licht-gesteuerte LCD-Brillen kommen heute zum Einsatz und erwecken ein „Ich-bin-mittendrin-Gefühl“, wie es in dieser Art noch nicht zu sehen war. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass mit dem Zeitalter der digitalen Aufzeichnung von Filmen, Flecken oder unscharfe Stellen der Vergangenheit angehören. Auch können Filme, die stereoskopisch gedreht wurden, trotzdem in normaler Technik gesehen werden, was Kinos zugute kommt, die nicht über die Möglichkeit der 3D-Darstellung verfügen.
Filme wie „Avatar-Aufbruch nach Pandorra“ oder die neueste „Toy Story“ heizen den momentanen Siegeszug der 3D-Technik an und bescheren den Filmemachern immense Gewinne. „Avatar“ avancierte gar zum erfolgreichsten Film aller Zeiten und verwieß den bisherigen Mega-Blockbuster „Titanic“ auf den zweiten Platz.
Die birgt jedoch auch Gefahren. Um auf den sehr lukrativen Zug der momentanen 3D-Hysterie aufspringen zu können, werden Filme in Rekordzeit auf die neue Technik getrimmt und fallen bei den Kritikern gnadenlos durch – bestes Beispiel hierfür ist „Kampf der Titanen“ der von den Kritikern ob der schlechten 3D-Eigenschaften weitestgehend zerrissen wurde.
Ein weiterer Punkt, der bei den Filmen dieser Art beachtet werden muss, sind die Nebenwirkungen, die beim Betrachten eines solchen Film entstehen können. Nicht selten entstehen beim Betrachter dieser Filme Schwindel und Übelkeit.

Und was kommt danach??

Warten wir ab, ob es sich beim momentanen 3D-Boom um die Technologie der Zukunft oder um eine momentane Modeerscheinung handelt. Und falls dies der Fall ist, steht schon die 4D-Technik in den Startlöchern, die sogar schon bei Vorführungen des „Europa-Park“ in Rust zu bewundern ist. Bei dieser Technik kommt zum räumlichen Darstellung noch der Einsatz von Duftstoffen , vibrierenden Sitzen oder Wasserspritzern dazu.

Quelle:
http://blog.swapy.de/

3. Januar 2011

Neujahrsspringen in 3D

Es ist ein Novum: Erstmals filmte eine Kamera das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen in 3D. Der Sprung in ein ganz neues Fernseh-Erlebnis.
 Kamera der Zukunft: Durch die neuen 3D-Bilder bekommen Fernsehzuschauer das Gefühl, die Skispringer fliegen direkt auf sie zu. foto: Andreas Berghaus/Sony

Mit 25 Fernseh- und einer Hubschrauberkamera ist das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen live in die ganze Welt ausgestrahlt worden. Still und heimlich vollzog sich am Rand der Veranstaltung bereits der nächste Schritt in eine neue Fernseh-Dimension: durch den Einsatz einer fest installierten 3D-Kamera. Das Ergebnis sahen die Journalisten und geladenen Gäste während des Wettkampfes im Pressezentrum und im VIP-Zelt.

Realisiert wurde das Projekt durch eine Kooperation des Bayerischen Rundfunks (BR) mit der Firma Sony. Die Idee, die neue Technik beim Skispringen zu erproben, hatte BR-Produktions- und Technik-Direktor Herbert Tillmann: „Nach dem Erfolg mit 3D-Aufzeichnungen bei der Fußball-WM in Südafrika haben wir noch im Sommer beim Skiclub Partenkirchen angefragt, ob Interesse besteht.“ Es bestand Interesse.

Verantwortlich für die Produktionsentwicklung sind Georg Beyer und Andreas Berghaus. Statt 25 Kameras wie bisher, würden laut Berghaus in 3D-Technik fünf gut positionierte Geräte ausreichen. Spektakulär könne er sich Aufnahmen vorstellen, wenn die Springer auf den Fernsehzuschauer zufliegen.

Der Demo-Film über das Neujahrsspringen ist eine Weltpremiere. Manager Beyer verspricht, das Ergebnis medienwirksam für den SCP in Garmisch-Partenkirchen zu präsentieren.

Quelle: