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9. Mai 2011

Sony HDR-TD10 3D-Kamera


Hält man die Kamera das erste Mal in der Hand, ist eine „bullige Anmutung“ noch freundlich ausgedrückt. Die zwei Optiken fordern eben ihr räumliches Tribut, wobei die Kamera noch durchaus halt- und handlebar bleibt.


Da sich wackelige Aufnahmen aus der Hand jedoch in 3D noch schlechter machen als in 2D ist für ansehnliche Ergebnisse sowieso ein Stativ fast unabdingbar. Die Kamera besitzt einen automatischen Objektiv-Klappenschutz, aber leider keine Ringe für Filteraufsätze, was jedoch schon prinzipbedingt schwer zu realisieren wäre. Wer mit die Kamera tatsächlich auch für einen professionellen Einsatz in Erwägung zieht, muss also wichtige Filter (z.B. ND, POL) über ein Kompendium realisieren.



2D



Die Technik hinter der TD10 könnte für das Geld fast als reine 2D-Kamera durchgehen. Zumindest ähneln die technischen Daten im 2D-Modus bereits einer gehobenen Sony Consumer-Kamera der 1.000 Euro Klasse. Das betrifft sowohl die Bildqualität als auch teilweise die Einstellmöglichkeiten, denn es gibt sogar einen manuellen Shutter. Der ausklappbare Bildschirm der TD10 ist dabei mit 3,5 Zoll sogar noch größer ausgefallen, als bei den aktuellen 2D-Top-Modellen (CX690, CX700) mit 3,0 Zoll, was das Touchdisplay noch besser bedienbar macht. Dafür reagiert das Menü im Gegenzug insgesamt etwas träger. Das Menü ist übrigens wie bei allen 2011 Modellen von der NEX übernommen und wirkt mit seinen bunten Icons für ambitionierte Anwender etwas verspielt.

Einstellhilfen wie Expanded Fokus oder Zebra (die ja nun mit der HDR-CX700 zur Verfügung stehen), wurden in der TD10 nicht freigeschaltet. Auch Möglichkeiten zur manuellen Veränderung der Bildcharakteristik fehlen komplett und die Tonaussteuerung beschränkt sich auf 2 Zustände. Dafür funktioniert der Touchfokus sehr zuverlässig unter Beibehaltung von anderen manuellen Einstellungen. In diesem Bereich muss Panasonic nach wie vor passen. Dafür ist die grundsätzliche Einstellung der Kamera teilweise etwas umständlich. Man kann praktisch alle wichtigen Werte nur in der zweiten Menüebene einstellen. Alternativ gibt es natürlich noch das Drehrädchen am Objektiv, das jedoch durch seine Vielfachbelegung ebenfalls nichts für Filmer mit wenig Geduld ist.




3D



Doch all das kennt man ja schon von Sonys anderen 2D-Modellen und die meisten Anwender dürften ja in erster Linie wegen dem 3D-Modus zur TD10 greifen und auch am häufigsten in diesem Modus filmen. Hier stellen sich die genannten Probleme gar nicht, weil es schlicht noch weitaus weniger Kontrolle als im 2D-Modus gibt. Exakter gesagt kann man im 3D-Modus nur den Fokus und eine Belichtungskorrektur einstellen. Nicht verfügbar sind dagegen WeißabgleichWeißabgleich im Glossar erklärt, Touch-Fokus, BlendeBlende im Glossar erklärt und Verschlusszeit. Wer hier Kontrolle wünscht, muss also weiterhin zu einer Bastellösung aus zwei Kameras greifen (oder warten, was die JVC GS-TD1 hier bieten wird).

Doch gegenüber einer Doppel-Kamera-Lösung weist die TD10 auch zwei große Vorteile auf:

1.Der ZoomZoom im Glossar erklärt bleibt im 3D-Modus einsetzbar und kann sogar während der Aufnahme benutzt werden.

2.Die 3D-Aufzeichung erfolgt in einem File. Syncho-Probleme wie nachträgliches Zusammenrechnen sowie sonstige Abgleichskorrekturen entfallen somit vollständig.

Der maximale Weitwinkel ist im 3D-Modus ebenfalls etwas eingeschränkt (ca. 35mm vs. 29,8mm), was jedoch für eine 3D-Consumer-Kamera immer noch ein sehr guter Wert ist.




Aufzeichnungsformat MVC



Beim Aufzeichnungsformat ist Sony dabei sehr zeitgemäß, bzw. seiner Zeit sogar etwas voraus: Aufgezeichnet wird entweder in 2D mit bis zu 28 Mbit bei 50p, oder in 3D mit 50i. Hierbei beträgt die DatenrateDatenrate im Glossar erklärt ebenfalls ca. 28 Mbit. Dabei werden offensichtlich zwei Ströme in einen MTS-Container geschrieben, wobei der der Strom des linken Auges mit 17 Mbit aufgezeichnet wird und der des rechten Auges mit 11 Mbit dazugepackt wird. Schnittprogramme die dieses MVC 3D nicht (er)kennen, sehen nur einen 2D Strom des linken Auges mit 17 Mbit und können diesen so problemlos als AVCHD-File importieren. Wir haben mit der Veröffentlichung dieses Tests noch darauf gewartet, dass ein Schnittprogramm die MVC 3D Informationen aus dem Strom lesen bzw. wiedergeben konnte. Und das gelingt auch tatsächlich mit dem neuen Sony Vegas 10.0d. Während die Vorgängerversion die Files nur als 2D-AVCHD-Strom interpretierte, landen die gleichen MTS-Files in der neuen Version als 3D-Clips in der Timeline. Das anschließende Editing kann dann tatsächlich problemlos in 3D erfolgen. Auch die neuen, integrierten 3D-Effekte lassen sich direkt auf die Clips anwenden und die PreviewPreview im Glossar erklärt ist ebenfalls in diversen Formaten möglich. Doch das wird noch Thema eines separaten Artikels. Die Version 1.7.0 des beliebten Stereoscopic Player sollte zwar laut Feature-Liste ebenfalls MVC wiedergeben können, jedoch wollte uns dies mit einem Nvidia 3D-Vision Set nicht gelingen. Der Player erkannte zwar bereits den MTS-Stream als 3D, jedoch splittete er ihn nur mit Bildfehlern für die Brille auf. Dabei kam es auch immer wieder zu Konflikten mit den zugehörigen Direct Show Filtern. Andere Softwarepakete, die MVC direkt unterstützen sind uns noch nicht bekannt. Hier muss wohl noch etwas Zeit vergehen, bis die Software-Hersteller in die Gänge kommen (sofern sie denn überhaupt wollen).




Praxis



Gegenüber Panasonics Consumer-3D-Lösungen muss man an der Kamera auf den ersten Blick keine manuelle Optikeinrichtung vornehmen. Auf einen zweiten Blick lässt sich die digitale KonvergenzKonvergenz im Glossar erklärt der beiden Optiksysteme jedoch horizontal verschieben, um den Tiefeneindruck der Aufnahme zu steuern. Eine Automatik kann auch versuchen, den optimalen Abstand zu ermitteln. Die Linsen selbst werden dabei jedoch nicht bewegt, sondern nur der horizontale, digitale Versatz beider Aufzeichnungen. Dies erklärt auch, warum der Weitwinkel im 3D-Modus etwas geringer wird. Wahrscheinlich wird hierfür einfach die ausgelesene Sensorfläche etwas verringert. Der ausgelesene Auschnitt und dessen horizontale Lage auf dem Sensor bestimmen dann die Konvergenz.

Die 31mm Objektivabstand sind natürlich auf den ersten Blick nicht gerade üppig. Weiter entfernte Objekte pusht man eben mal durch diese digitale Korrektur (was auch die Automatik versucht) in der Tiefenebene. Dies funktioniert für das menschliche Gehirn eigentlich auch ganz gut, auch wenn Objekte dadurch etwas flächiger wirken, weil die einzelnen Objekte eben „weniger seitlich“ aufgenommen und die frontalen Objekt-Ansichten für beide Bildkanäle dadurch sehr ähnlich sind. Das ganze funktioniert jedoch nicht mehr, sobald sich gleichzeitig Objekte sehr nahe am Objektiv befinden. Diese sind dann im Bildversatz so stark auseinandergedriftet, dass das Hirn kein Gesamtbild mehr aus beiden Eindrücken errechnet. Dies erkennt übrigens auch die Automatik. Filmt man beispielsweise aus einem Fenster, so stoppt die Automatik, sobald am Rande auch der Fensterrahmen ins Bild kommt. Eben aus genau dem angeführten Grund. Und das ist ja auch im Sinne einer guten stereoskopischen Bildkomposition.

Das integrierte, autostereoskopische 3D-Display macht teilweise richtig Laune. Dank seiner exzellenten Schärfe sieht man wirklich ohne zusätzliche Brille die eigenen Aufnahmen in 3D. Auch während der Aufzeichnung ist eine 3D-Vorschau vorhanden. Leider gelang es uns nicht, alle Display-Informationen beim 3D-Filmen auszublenden. Diese können jedoch bei der Vorschau nerven, weil der 3D-Eindruck von Objekten schnell verloren geht, sobald sie beispielsweise von einer Audio-Pegel-Anzeige teilweise überlagert werden.

Analysiert man das Material im 2D-Modus, so fallen gelegentliche, leichte ArtefakteArtefakte im Glossar erklärt auf, die wohl auf die 17Mbit-Kompression zurückzuführen sind. Bei echter 3D-Ansicht sind diese nicht mehr erkennbar. Eine Erklärung: Das Gehirn dürfte wohl Bildfehler, die nicht parallel auf beiden Bildseiten entstehen quasi weg interpolieren. Einen ähnlichen Effekt gibt es ja auch bei der Schärfe. Der subjektive 3D-Eindruck der Aufnahmen ist jedenfalls erstaunlich gut.

Fotos können übrigens nicht in 3D erstellt werden, was uns doch etwas verwundert. Denn so könnte die Kamera für viele Anwender einen netten Zusatz-Nutzen bieten. Richtig interessant könnte nun der professionelle Ableger dieser Kamera werden (HXR-NX3D1P). Vielleicht spendiert hier Sony ja noch ein paar manuelle Funktionen mehr aus dem Firmware-Baukasten.




Fazit



Der Qualitätssprung gegenüber den Aufnahmen einer SDT-750 von Panasonic ist im direkten Vergleich offensichtlich. Die höhere Auflösung ist definitiv sichtbar und stellt in dieser Preisklasse ein echtes Novum dar. Allerdings ist der Straßenpreis der Panasonic mittlerweile stark gefallen, weshalb hier ein Vergleich unter Sicht der Listenpreise nicht ganz fair ist. Auf jeden Fall ist mit der HDR-TD10 erstmals eine bezahlbare HD-3D-Kamera erhältlich ist, die schon in vielen Bereichen überzeugen kann, jedoch nur wenig manuelle Einstellmöglichkeiten bietet. Wer jedoch wirklich professionelle 3D-Aufnahmen erstellen will und dabei auch noch die volle Bild-Kontrolle behalten will, dürfte mit einer Bastel-Rig-2-Kamera Lösung nach wie vor besser fahren. Diese ist in der Nachbearbeitung jedoch auch weitaus aufwändiger.

http://www.slashcam.de

6. Mai 2011

HR3D – neue 3D Technologie ohne Brille des MIT-Media

HR3D Technologie des MIT-Media Lab
HR3D Technologie des MIT-Media Lab

Ingenieure des MIT-Media Lab haben eine neuartige 3D Technologie entwickelt und vorgestellt. Die Technologie wird als HR3D (High-Rank 3D) bezeichnet. Mit dieser Technologie soll nicht nur die zum Teil sehr teure 3D Brille hinfällig werden. Weiterhin sollen dank der neuen HR3D Technologie die Helligkeitsverluste die bei bisher üblichen 3D Geräten die ohne Brille genutzt werden können, wegfallen. Bei dieser revolutionären Art der Darstellung von 3D Videos sollen weiterhin die Auflösung nicht beeinträchtigt werden. Zu den weiteren Highlights dieser 3D Technologie ohne Brille gehört, dass die Betrachtungswinkel deutlich besser ausfallen sollen. Ebenso spricht man seitens dem MIT-Media Lab davon, das aufgrund der neuen Technologie die Lebensdauer der verwendeten Batterien im Vergleich zur bisherigen Technologie besser ausfallen soll. Eine solche Technologie könnte auch für die 3D Fernseher  ohne Brille einige Verbesserungen bringen.

Die zwei folgenden Videos zeigen deutlich den Unterschied zwischen der herkömmlichen brillenfreien 3D Wiedergabe und den neuen HR3D Technologie:


bisherige Darstellung ohne 3D Brille


HR3D Darstellung ohne 3D Brille

Bei der HR3D Technologie ohne Brille nutzt man eine ähnliche Technologie wie Nintendo 3DS

Um diese Ergebnisse zu erreichen, nutzt die HR3D Technologie zwei Schichten eines Displays um die Illusion von Tiefe darzustellen. Während auf der einen Schicht ein Bild dargestellt wird, stellt das zweite Display, welches über dem Ersten angeordnet ist,ein variables Muster, das auf dem ersten Bild basiert dar. Damit wird erreicht, dass beide Augen des Menschen unterschiedliche Bilder wahrnehmen. Beim Nintendo 3DS wird ein ähnliches Prinzip genutzt, um eine 3D Darstellung auch ohne Brille zu ermöglichen. Allerdings weicht die beim Nintendo 3DS verwendete Technologie insoweit von der des MIT-Media Lab ab, als das hier ein Parallax-Barriere Display statt zwei übereinanderliegenden Displays verwendet wird. Die beim Nintendo 3DS verwendet Technologie eignet sich übrigens nicht für die Augen von Kindern unter sechs Jahren.

HR3D Technologie ohne Brille mit Zukunftspotenzial

Bislang steht noch nicht fest ob und wann diese Technologie auf den Markt kommen wird. Aber eines sollte man als sicher ansehen, die HR3D Technologie ohne Brille wäre ein absoluter Trend für die Zukunft der 3D Technologien ohne Brille. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Beitrag über die Zukunft des 3D Fernsehens.
Eine ausführliche Dokumentation, zu der vom MIT-Media Lab entwickelten Technologie, findet sich auf der MIT-Media Webseite.

Quelle & Bild:  

3. Februar 2011

Absatz von 3D-Fernsehern übertrifft Erwartungen

philips ifa full hd 3d cinema 21-9 platinum series
Die CE-Branche ist im Jahr 2010 noch erfolgreicher in den 3D-Zukunft gestartet, als es die Prognosen der Marktforscher erwarten ließen: Nach den jüngsten Marktdaten der gfu – Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik mbH, Frankfurt, wurden bis zum Jahresende 2010 178.000 3D-tüchtige Fernsehgeräte in Deutschland verkauft.

“Wir sind mit diesem Ergebnis außerordentlich zufrieden“, kommentiert Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, die rasche Marktakzeptanz. „3D begeistert das Publikum. Schon die IFA 2010 hat dies deutlich gezeigt. Jetzt bestätigen auch die zählbaren Fakten den Trend.

Erst im Juni 2010 hat die Markteinführung von 3D-Geräten in größerem Umfang begonnen. Und schon wenig später lagen die monatlichen Absatzzahlen regelmäßig mehr als fünfmal so hoch wie die Verkäufe von HD-ready-Geräten im Jahr 2004, als die HD-Technik in Deutschland an den Start ging. Bemerkenswert hoch erscheinen die Absatzzahlen von 3D-tüchtigen Fernsehgeräten auch deshalb, weil die 3D-Ausstattung bisher ausschließlich den höherwertigen Modellen mit über 100 Zentimeter großen Bildschirmen vorbehalten ist.

In den kommenden Monaten wird die 3D-Technik auch in Geräteklassen mit kleineren Bildschirmen Einzug halten. Damit schafft die Industrie die Basis für eine noch schnellere Entwicklung des 3D-Markts. Zudem werden Weiterentwicklungen der 3D-Brille dafür sorgen, dass auch die Nachfrage nach diesem unverzichtbaren Accessoire rasch steigen wird: Die jüngsten Modelle sind besonders leicht und bieten immer mehr Tragekomfort. Darüber hinaus engagiert sich die Industrie in Initiativen zur Standardisierung von 3D-Brillen. So dürfte sich der Markt in absehbarer Zeit auch für Modelle von Drittanbietern öffnen. 3D-Fans können dann mit einer noch größeren Angebotsvielfalt und besonders attraktiven Preisen rechnen.

Darüber hinaus zeichnet sich ein rasch wachsender Markt an 3D-Bildquellen ab. Schon jetzt sind nahezu alle neuen Blu-ray-Player 3D-tauglich. Führende Hersteller haben zu Beginn des neuen Jahres eine breite Palette an 3D-tauglichen Camcordern und Foto-Kameras angekündigt. Und für das ganz große private 3D-Kino gibt es bereits eine wachsende Zahl an Projektoren, die spektakuläre dreidimensionale Bilder mit voller HD-Auflösung auf die Leinwand werfen. „3D-Bilder werden in der Welt der elektronischen Medien ihren festen Platz erobern“, fasst Rainer Hecker die Erfahrungen der letzten Monate zusammen. „Der CE-Industrie ist im vergangenen Jahr ein sehr guter Start in diese Richtung gelungen.“

Quelle:
http://www.thebluewig.de/

4. Januar 2011

3D-Filme…Technik der Zukunft oder nur momentaner Hype?

3D Technik – nur momentaner Hype?

Es gibt einen neuen Trend in der Filmindustrie, an dem im Moment kein Weg vorbei führt….so scheint es zumindest. Die Rede ist von Filmen, die in 3D-Technik ihren Siegeszug auf die Leinwand und mittlerweile sogar in die heimischen Wohnzimmer gefunden haben. Doch ist dieser Trend wirklich neu?

Die Anfänge sind fast so alt wie der Film selbst…

Die Möglichkeit, Filme in räumlicher Darstellung zu zeigen ist fast so alt, wie der Film selbst. Schon früh kamen Filmemacher auf die Idee, durch den Einsatz von mehreren Kameras einen räumlichen Effekt zu erzielen. Sogar die Brüder Lumière experimentierten in der Anfangszeit um die Jahrhundertwende mit der 3D-Technik. Damals noch weitestgehend unbeachtet, kam 1922 der erste Film auf die Leinwand, der in der dreidimensionalen zu sehen war. Gedreht wurde der Film in der Rot-Grün-Technik, die lange Zeit auch weiterhin angewandt wurde.
Vielen von uns dürften die ulkigen Brillen mit der roten und grünen Folie noch in Erinnerung sein, mit denen wir teilweise in unserer Kindheit erste Erfahrungen mit der neuen Räumlichkeit sammeln durften.
In den 50er Jahren entstand ein regelrechter Hype um die 3D-Filme. Kein Kino, in dem nicht ein Film dieser Art zu sehen war. Wer kennt nicht die Szene aus „Zurück in die Zukunft“, in der die Protagonisten in den 50er Jahren mit exakt diesen Brillen unterwegs waren…

Und wo liegt nun der Unterschied in der aktuell genutzten Technik ??

Heute ist die Technik natürlich ausgereifter und wesentlich plastischer . Die rot-grünen Brillen mussten hochmodernen Polarisations-Brillen weichen. Selbst Infrarot-Licht-gesteuerte LCD-Brillen kommen heute zum Einsatz und erwecken ein „Ich-bin-mittendrin-Gefühl“, wie es in dieser Art noch nicht zu sehen war. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass mit dem Zeitalter der digitalen Aufzeichnung von Filmen, Flecken oder unscharfe Stellen der Vergangenheit angehören. Auch können Filme, die stereoskopisch gedreht wurden, trotzdem in normaler Technik gesehen werden, was Kinos zugute kommt, die nicht über die Möglichkeit der 3D-Darstellung verfügen.
Filme wie „Avatar-Aufbruch nach Pandorra“ oder die neueste „Toy Story“ heizen den momentanen Siegeszug der 3D-Technik an und bescheren den Filmemachern immense Gewinne. „Avatar“ avancierte gar zum erfolgreichsten Film aller Zeiten und verwieß den bisherigen Mega-Blockbuster „Titanic“ auf den zweiten Platz.
Die birgt jedoch auch Gefahren. Um auf den sehr lukrativen Zug der momentanen 3D-Hysterie aufspringen zu können, werden Filme in Rekordzeit auf die neue Technik getrimmt und fallen bei den Kritikern gnadenlos durch – bestes Beispiel hierfür ist „Kampf der Titanen“ der von den Kritikern ob der schlechten 3D-Eigenschaften weitestgehend zerrissen wurde.
Ein weiterer Punkt, der bei den Filmen dieser Art beachtet werden muss, sind die Nebenwirkungen, die beim Betrachten eines solchen Film entstehen können. Nicht selten entstehen beim Betrachter dieser Filme Schwindel und Übelkeit.

Und was kommt danach??

Warten wir ab, ob es sich beim momentanen 3D-Boom um die Technologie der Zukunft oder um eine momentane Modeerscheinung handelt. Und falls dies der Fall ist, steht schon die 4D-Technik in den Startlöchern, die sogar schon bei Vorführungen des „Europa-Park“ in Rust zu bewundern ist. Bei dieser Technik kommt zum räumlichen Darstellung noch der Einsatz von Duftstoffen , vibrierenden Sitzen oder Wasserspritzern dazu.

Quelle:
http://blog.swapy.de/

3. Januar 2011

Neujahrsspringen in 3D

Es ist ein Novum: Erstmals filmte eine Kamera das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen in 3D. Der Sprung in ein ganz neues Fernseh-Erlebnis.
 Kamera der Zukunft: Durch die neuen 3D-Bilder bekommen Fernsehzuschauer das Gefühl, die Skispringer fliegen direkt auf sie zu. foto: Andreas Berghaus/Sony

Mit 25 Fernseh- und einer Hubschrauberkamera ist das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen live in die ganze Welt ausgestrahlt worden. Still und heimlich vollzog sich am Rand der Veranstaltung bereits der nächste Schritt in eine neue Fernseh-Dimension: durch den Einsatz einer fest installierten 3D-Kamera. Das Ergebnis sahen die Journalisten und geladenen Gäste während des Wettkampfes im Pressezentrum und im VIP-Zelt.

Realisiert wurde das Projekt durch eine Kooperation des Bayerischen Rundfunks (BR) mit der Firma Sony. Die Idee, die neue Technik beim Skispringen zu erproben, hatte BR-Produktions- und Technik-Direktor Herbert Tillmann: „Nach dem Erfolg mit 3D-Aufzeichnungen bei der Fußball-WM in Südafrika haben wir noch im Sommer beim Skiclub Partenkirchen angefragt, ob Interesse besteht.“ Es bestand Interesse.

Verantwortlich für die Produktionsentwicklung sind Georg Beyer und Andreas Berghaus. Statt 25 Kameras wie bisher, würden laut Berghaus in 3D-Technik fünf gut positionierte Geräte ausreichen. Spektakulär könne er sich Aufnahmen vorstellen, wenn die Springer auf den Fernsehzuschauer zufliegen.

Der Demo-Film über das Neujahrsspringen ist eine Weltpremiere. Manager Beyer verspricht, das Ergebnis medienwirksam für den SCP in Garmisch-Partenkirchen zu präsentieren.

Quelle:

28. April 2010

3D Anaglyph Bilder

Die Illusion des Raumes

3D Stereo-Fotografie ist faszinierend, denn man kann Bilder räumlich sehen, also mit scheinbarer Tiefe. Natürlich findet der Wahrnehmungsprozess im Gehirn statt und durch die 3D Fotografie wird es geschickt getäuscht. Man kann eine 3D-Kamera kaufen, um solche Bilder zu erstellen, was mit ca. 500 Euro ziemlich kostspielig ist oder man kann mit einem einfachen Trick jede Kamera zu einer 3D-Kamera machen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
  • Fotografie mit einer Kamera
  • Fotografie mit zwei Kameras
Mit einer einzelnen Kamera kann man nur statische 3D-Fotos machen, also von unbeweglichen Objekten.
Mit zwei identischen Kameras auf einer Metallschiene montiert kann man auch 3D-Fotos von bewegten Objekten machen.

Das Gehirn täuschen

Um dem Gehirn eine räumliche Tiefe vorzugaukeln muss man zwei Fotos im Abstand von 6,5 cm machen (Augenabstand). Damit die Bilder auf gleicher Höhe sind sollte man ein Stativ benutzen. Danach werden die beiden Bilder mit einer 3D Stereo-Software zu einem Bild zusammengefügt. Am besten gelingt dies mit dem kostenlosen Programm "StereoPhoto Maker"


3D Fotografie


Anaglyph

Sogenannte "Anaglyph" Fotos können nur mit einer "Rot Cyan" Brille bertachtet werden, um den 3D Effekt zu erleben.
3D Foto Handpuppe
Eine Handpuppe schaut ins Mikroskop
3D Foto Casio Pro Trek
Eine dreidimensionale "Casio Pro Trek" mit Solarenergie und Funkempfänger
3D Stereo-Fotografie Software kostenlos
Das kostenlose Programm "StereoPhoto Maker" erstellt 3D Fotos in unterschiedlichen Formaten, auch für spezielle 3D Monitore.

Quelle und Bild:
http://www.richy-schley.de/

2. April 2010

3D Fernseher ohne 3D Brille

3d fernsehen
3D Fernseher ohne Brille - Ein heißer Wettlauf hat begonnen

3D Fernseher sind beliebt und stehen bei Elektronik Begeisterten auf der Trendskala ganz oben. Doch leider haben die aktuellen 3D Fernseher ein kleines Problem. Jeder, der Zuhause 3D Filme schauen oder 3D Spiele spielen möchte benötigt dafür (noch) eine 3D Brille. 3D Fernseher und hochauflösende OLED-TV-Displays die ohne Brille auskommen befinden sich gerade in Entwicklung und ein heißer Wettlauf um 3D Fernseher der Zukunft ohne 3D Brille hat begonnen.
Aktueller Stand: Dreidimensionale Filme sind möglich, doch leider nicht ohne Brille …. (Video)

… doch schon bald soll räumliches Fernsehen auch ohne 3D Brillen funktionieren…

Fernsehen in 3D ohne Brille ist die Zukunft, dass hat die Unterhaltungsindustrie  schon längst erkannt und investiert viel Geld in die 3D-Technik. Schon dieses Frühjahr kommen eine Reihe von 3D Fernsehern auf den Markt, die mit 3D Brillen funktionieren. Auch Inhalte im TV sollen dann regelmäßig in 3D ausgestrahlt werden. Der Aufwand für die Fernsehsender erhöht sich durch diese neue Technologie allerdings dramatisch – weshalb noch abzuwarten ist, ob wirklich alle Sendungen irgendwann dreidimensional verfügbar sind. Die Technik wird allerdings bald soweit sein, bzw. ist es teilweise sogar jetzt schon. So soll z.B. sogar die Fussball WM 2010 in Südafrika in 3D aufgenommen werden.

Wer also einen 3D Fernseher (Full 3DHDTV) besitzt, kommt in den vollen Genuss von 3D-TV, aber eben voerest nur mit einer 3D Brille. Wer ein echtes 3D Erlebnis ohne 3D Brille sucht, der muss leider noch ein bisschen warten. Zwar werden verschiedene Methoden getestet und High Tech Unterhaltungsgeräte entwickelt, doch noch wurde kein hundertprozentiges, marktreifes Ergebnis erzielt. Dennoch gibt es ein paar interessante Entwicklungen in diesem Bereich. Eines der aktuellsten Gerüchte ist, dass der Nintendo 3DS – als Fortsetzung der Nintendo-DS Reihe mit dreidimensionalen Bildern ohne lästige Brille aufwarten wird. Wir können also gespannt sein!

Quelle & Bild:
http://www.trendsderzukunft.de/